„Man braucht Leute, mit denen man seine Studien-Leidenschaft teilt.“

Azer studiert Wirtschaftsinformatik und erzählt von seinen Erfahrungen im Studium

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Azer studiert Wirtschaftsinformatik im 6. Semester an der Universität Bremen mit dem Ziel, später überall auf der Welt arbeiten zu können. Im Interview erzählt er, wie ihn ein Freund auf die Uni Bremen gebracht hat, was Ringen mit Selbstbeherrschung zu tun hat und warum er sein Studium ohne seine Kommiliton:innen vermutlich abgebrochen hätte. Ein Gespräch über Willkommenskultur, Studienrealität und die Kraft von Gemeinschaft.

Warum hast du dich für Wirtschaftsinformatik entschieden und warum gerade an der Uni Bremen?

Ich habe mich mit 16 Jahren selbstständig gemacht, weil ich schon immer unternehmerisch dachte und mich im Beratungs- und Technikumfeld wohlfühle. Ich war schon zu Hause der Ansprechpartner, wenn der Laptop nicht funktionierte oder eine Website erstellt werden musste. So wusste ich schnell, in welche Richtung ich mich entwickeln möchte. Mir war bei der Studienwahl wichtig, später ortsunabhängig arbeiten zu können. Jura oder andere klassische Studiengänge kamen für mich nicht infrage, das Wissen ist oft nur in einem bestimmten Land nutzbar. Etwas mit Technik und Beratung dagegen ist international einsetzbar. Zunächst wurde ich auf den Studiengang „Digital Business Management“ aufmerksam, den man aber nur in Wiesbaden und an der Uni Hohenheim studieren kann. Ein Freund hat mir dann erzählt, dass es den Studiengang auch an der Uni Bremen gibt. Die liegt nur 15 Minuten von mir entfernt, das war dann die perfekte Kombi: passender Studiengang und gleichzeitig noch zu Hause wohnen können.

Hat sich die Entscheidung rückblickend gelohnt?

Ja, absolut. Ich arbeite aktuell im Bereich IT-Security und habe bald eine Stelle als Cybersecurity-Consultant. Durch mein Studium habe ich die Freiheit, später in die Technik, in die Beratung oder in die Wirtschaft zu gehen. Und der Abschluss ist weltweit anerkannt, das war mir besonders wichtig.

Was hat dich an der Uni Bremen überrascht?

Ich hätte nicht gedacht, dass es so familiär ist. Ich habe direkt in den ersten Tagen Anschluss gefunden. Niemand war verschlossen, alle waren offen, wollten Leute kennenlernen, das war ein schönes Gefühl. Und es war völlig anders als das Klischee von Informatik-Studierenden in Kapuzenpullis.

Wie erlebst du den Campus-Alltag?

Ich finde, man kann auf dem Campus quasi leben. Alles ist fußläufig: Mensa, Bibliothek, Supermärkte. Es gibt viele Grünflächen und moderne Räume. Man trifft sich spontan, lernt zusammen und isst zusammen.

Du hast erwähnt, dass Gruppenarbeiten für dich eine wichtige Rolle spielen. Warum?

Weil man es allein kaum schafft. Gerade in Informatik. Man braucht Leute, mit denen man sich austauschen kann. Ich hatte das Glück, schnell eine feste Gruppe zu finden. Wir haben uns gegenseitig motiviert, gemeinsam gelitten und gemeinsam gelacht. Ohne diese Leute hätte ich wohl irgendwann aufgegeben.

Und was ist, wenn Gruppenarbeiten mal nicht gut laufen?

Klar, das gibt’s auch. Wenn Leute sich nicht einbringen oder Aufgaben schlecht machen, wird’s stressig. Aber das gehört dazu, auch später im Job. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Aufgaben zu verteilen, Konflikte zu lösen. Vieles davon kann ich heute schon im Beruf anwenden.

Was hat dir das Studium menschlich gebracht?

Ich habe unglaublich viele unterschiedliche Menschen kennengelernt – aus verschiedenen Kulturen, mit verschiedenen Zielen. Das hat meinen Blick erweitert. Auch meine Partnerin habe ich übrigens an der Uni kennengelernt. Es ist wirklich eine prägende Lebensphase.

Du betreibst Ringen als Hobby. Was bringt dir das für dein Studium?

Ringen ist mein Ausgleich: körperlich und mental. Nach Uni und Arbeit hilft mir das Training, Stress abzubauen. Es schult Disziplin, Körperspannung und Selbstbeherrschung. Ich habe gelernt, in angespannten Situationen ruhig zu bleiben, das hilft mir auch in Gruppenarbeiten oder bei Prüfungsstress.

Zum Schluss: Welchen Rat gibst du Studieninteressierten mit auf den Weg?

Lernt früh, wie die Prüfungsordnung funktioniert! Viele folgen blind dem empfohlenen Studienverlaufsplan, obwohl man durch clevere Planung viel Stress vermeiden kann. Wer sich gut organisiert, kann Module schieben, Klausurphasen entzerren und das Studium vielleicht sogar schneller abschließen. Mein Tipp: Fragen stellen, Mitstudierende und Lehrende ansprechen und strategisch denken. Das spart Zeit, Nerven und Geld.

Sei, wer du bist. Das wird an der Uni Bremen gelebt und gefördert

Bis zum 15. Juli kannst du dich noch für ein Studium an der Universität Bremen bewerben. Du kannst jederzeit unsere Studienberatung kontaktieren oder Dir online ein Bild der Möglichkeiten an der Uni Bremen machen.

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