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International studieren mit YUFE
Kübra, Rena und Jaro engagieren sich bei der europäischen Universitätsallianz YUFE – und berichten, was sie Studierenden zu bieten hat
Du willst neue Sprachen lernen, mit Studierenden aus ganz Europa im Seminar sitzen oder für ein Semester ins Ausland gehen? All dies ist bietet die Universitätsallianz YUFE (Young Universities for the Future of Europe). Was genau sich dahinter verbirgt, erklären Rena Gertje, Kübra Yeşilova und Jaro Pleus. Sie vertreten die Universität Bremen im Student Forum von YUFE und berichten von den YUFE-Angeboten und ihren eigenen Erfahrungen.
Das Konzept von YUFE ist: Zehn Hochschulen aus zehn Ländern bilden eine gemeinsame Universität. Was bedeutet das konkret für Bremer Studierende?
Jaro: Wer an einer der beteiligten Hochschulen studiert, kann auch Angebote der anderen nutzen. Das können zum Beispiel Sprachkurse sein, Lehrveranstaltungen für verschiedene Fächer, Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement oder Entrepreneurship-Formate, in denen man mit anderen Studierenden gemeinsam Geschäftsideen entwickelt. Manche von den Formaten sind virtuell, manche in Präsenz und manche haben Anteile von beidem. So kann jede:r internationale Erfahrungen sammeln, ob im eigenen WG-Zimmer oder bei einem Auslandssemester.
Rena:
Gut zu wissen ist auch, dass die Angebote für Studierende kostenlos sind. Und wenn man mit YUFE ein Auslandssemester machen möchte, kann man über einen YUFE Minors an einer der Partneruniversitäten studieren. Die YUFE Minors sind 30 Credit Points Programme verknüpft mit verschiedenen Mottos, wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Innovation oder Inklusion.
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Was sind eure Aufgaben als Student Representatives?
Rena: Bei YUFE geht es ja darum, dass die beteiligten Hochschulen sich vernetzen – und daran sind nicht nur Forschende und Mitarbeitende aus Technik und Verwaltung, sondern auch Studierende beteiligt. Im YUFE Student Forum sitzen drei Studierende von jeder Universität. Wir vertreten die Sicht der Studierenden bei YUFE und treffen uns dazu einmal im Monat online und zweimal im Jahr in Präsenz an den jeweiligen Universitäten. Außerdem arbeiten wir in den verschiedenen Bereichen der Allianz mit. Ich bin die Vizepräsidentin des Student Forum und arbeite im Bereich Engagement. Da überlegen wir, wie sich die YUFE-Studierenden besser vernetzen und noch mehr Studierende von YUFE erfahren können. Wir haben daher zum Beispiel ein virtuelles Café eingeführt, in dem man sich besser kennenlernen kann.
Kübra: Das ist auch ein wichtiges Thema in der Taskforce Communication, in der ich Mitglied bin. Ich bin außerdem aktiv bei BioYUFE – ein Zusammenschluss von Forschenden der YUFE-Universitäten aus der Biologie und den Lebenswissenschaften. Die bieten auch Kurse für Studierende an, und da bringe ich bei der Planung die studentische Sicht mit ein. Ich studiere selbst Biologie, daher kann ich das gut meinem Studium verbinden.
Jaro: Ich arbeite im Bereich Entrepreneurship. YUFE hat ja mehrere Formate wie etwa die YUFE Challenge Teams, in dem Studierende gemeinsam unternehmerische Ideen entwickeln können. Aktuell arbeiten wir noch daran, den Kontakt mit Unternehmen und anderen Organisationen vor Ort auszubauen.
Was motiviert euch dazu, euch neben eurem Studium bei YUFE zu engagieren?
Kübra: Ich finde vor allem den Austausch mit den anderen Studierenden toll. Ich bekomme bei unseren Treffen so viele neue Einblicke – in andere Länder und Hochschulen, im Kontakt mit Studierenden aus ganz Europa und den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Schön ist auch, dass dazu nicht zwingend physische Treffen notwendig sind – das zeigt unser neues Format „Virtual Café“, in dem man sich ganz einfach digital mit den anderen YUFE-Studierenden austauschen kann.
Rena: Ich stehe sehr hinter den Werten, die YUFE vertritt – dass Bildung inklusiv, für möglichst viele offen sein soll, und dass Universitäten eng mit ihrer Umgebung verbunden sein sollten, zum Beispiel mit Angeboten für lebenslanges Lernen oder gesellschaftliches Engagement.
Jaro: Die Hochschulen in der YUFE Allianz sind ja alle relativ jung. Ich finde, das spürt man in der Zusammenarbeit. Das sind Institutionen, die offen sind für Veränderungen und an denen man etwas bewirken kann.
Was muss man konkret tun, wenn man als Studierender die Angebote von YUFE nutzen möchte?
Rena: Die Angebote von YUFE können alle Studierende nutzen, die an einer der Partneruniversitäten eingeschrieben sind und gute Englischkenntnisse mitbringen. Es kommt also nicht auf die Noten oder die bisherigen internationalen Erfahrungen an. Beim YUFE Virtual Campus kann man sich einfach mit einer Immatrikulationsbescheinigung und einem Nachweis über die Englischkenntnisse, also zum Beispiel dem Abizeugnis, anmelden. Dann muss man noch ein paar Onboarding-Kurse zu Themen wie „Equity, Diversity & Inclusivity “ und dem YUFE Code of Conduct, also dem YUFE Verhaltenscodex, besuchen. Anschließend wird man offiziell angenommen und kann von da an alle Angebote nutzen. Es gibt auch eine offizielle virtuelle Willkommensveranstaltung.
Kübra: Übrigens kann man sich vieles, wie zum Beispiel Lehrveranstaltungen oder Sprachkurse, auch für den eigenen Studiengang anrechnen lassen. Hierfür ist es sinnvoll, mit den jeweiligen Studiengangskoordinator:innen zu sprechen.