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Kennt ihr schon… das Pangäa Relief?

Die Vorstellungsrunde über Kunst auf dem Uni-Campus geht weiter: Artur Laskus Relief „Der Aufbruch des Superkontinents 'Pangäa'“ am GEO Gebäude.

Was der Ausschnitt im Hintergrund dieser Skulptur darstellen soll, ist den meisten direkt klar: die Kontinente unserer Erde. Was genau es mit der schwarzen Platte davor auf sich hat, verlangt vielleicht ein bisschen mehr Überlegung. Der Name der Installation verrät es jedoch.

Artur Laskus – Künstler, Architekt und Zimmermann – stellt in diesem Relief die Kontinente der Welt dar: Einmal so, wie sie heute noch angeordnet sind und so, wie sie noch vor etwa 150 Millionen Jahren aussahen. Zu der Zeit waren die Kontinente so wie wir sie kennen noch miteinander verbunden und bildeten einen sogenannten Superkontinent, den man Pangäa nennt. Dieser Urkontinent existierte von etwa 325 Millionen bis etwa 150 Millionen Jahren vor heute. Durch plattentektonische Vorgänge brach der Superkontinent dann auseinander, was mit der Zeit zu der heutigen Anordnung von Kontinenten und Ozeanen führte.

Das Kunstwerk

Das Relief von Artur Laskus entstand 1993, als das Gebäude der Geowissenschaften erweitert wurde und befindet sich direkt an dessen Haupteingang auf dem Boulevard. Den Hintergrund bildet eine Edelstahlplatte, aus der die heutigen Kontinente ausgeschnitten sind. Im Vordergrund sieht man die Form des Urkontinents Pangäa aus Bronze.

In den Notizen zum Relief beschreibt der Künstler selbst zwei verschiedene Interpretationsmöglichkeiten des Werks. Zum einen könnte man das Relief wie ein Puzzle lesen: Die einzelnen Kontinente finden über lange Zeit hinweg ihren ‚richtigen‘ Platz, wo sie sich in die ausgeschnittenen Stellen einfügen können. Eine alternative Interpretation bezeichnet die Löcher in der Stahlplatte als Ursprungsposition, aus der sich die Kontinente herausgebildet haben.

Auch das Material dieses Werks trägt viel Bedeutung. In seinen Notizen beschreibt Laskus, dass die Eigenschaften der Metalle symbolisch für die Unterschiede zwischen Meeresboden und Erdmasse stehen sollen: „‚Jüngerer‘ Stahl für die Ozeane, ‚ältere‘ Bronze für die Kontinente; diese Metalle haben ein ähnliches Zeit-Nutzungs-Verhältnis wie das Basaltfurnier der Ozeane und die heterogene Kontinenten-Anmassung“.

Geowissenschaften

Die Auswahl dieses Kunstwerks für den Eingang des GEO Gebäudes ist natürlich nicht willkürlich geschehen. Das Relief repräsentiert, mit welchen Themen sich die Geowissenschaften befassen – die Erforschung der Erde, in der Gegenwart und der Vergangenheit.

Wenn du das nächste Mal an der Uni bist und an dieser Skulptur vorbeikommst, dann nimm dir doch kurz Zeit, um es dir genauer anzuschauen. Vielleicht entdeckst du ja noch etwas, das uns nicht aufgefallen ist.

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