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In Bremen europäisch studieren

Sich an der Universität Bremen einschreiben und auch in Finnland, Italien, den Niederlanden oder Großbritannien studieren? Das ist die Vision der YUFE-Allianz.

Die Abkürzung steht für Young Universities for the Future of Europe. Dem Netzwerk gehören neben der Uni Bremen die Universitäten Maastricht, Antwerpen, Carlos III Madrid, Eastern Finland, Essex, Roma Tor Vergata und Zypern an. Was sie verbindet? Es sind alles junge Universitäten, die sich zusammengetan haben, um neue Wege in der europäischen Hochschulbildung zu gehen. Man könnte sie quasi als Pioniere bezeichnen.

Denn im Rahmen der YUFE-Allianz wollen Studierende, Mitarbeitende und die Leitungen der acht Universitäten sowie sechs assoziierten Partnerinnen und Partner eine der ersten Europäischen Universitäten gestalten. YUFE soll offen, integrativ und nicht-elitär sein – also quasi ein Idealbild der europäischen Idee. Mit der Universität Essex als Mitglied will die Allianz zudem ein Zeichen gegen den Brexit setzen. Die EU fördert das Pilotprojekt zunächst für drei Jahre mit 5 Millionen Euro.

Nutzen, was schon da ist

Klar ist, dass so ein Prozess viel Arbeit, Zeit und Abstimmung erfordert. Deshalb tauschen sich alle YUFE-Beteiligten regelmäßig in verschiedenen Arbeitsgruppen aus und entwickeln und diskutieren ihre Ideen. Hierbei gilt es vor allem das zu nutzen, was schon da ist – wie zum Beispiel gemeinsame Studienprogramme und Forschungsschwerpunkte der einzelnen Partnerinnen und Partner. Ein Beispiel: Während es an der Universität Bremen viele Aktivitäten auf dem Gebiet Nachhaltigkeit gibt, ist die Universität Essex in Großbritannien ein Vorreiter im Bereich Diversität. Ein Grund dafür ist, dass ein Großteil ihrer Studierenden und Mitarbeitenden international ist. Hier können sich die YUFE-Partnerinnen und Partner also ergänzen und voneinander profitieren.

Foto: YUFE Alliance

Politik unterstützt

Mitte Januar fand ein großes Treffen in Maastricht statt. An ihm haben neben Bremer Studierenden, Mitarbeitenden und Leitung auch Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling teilgenommen. Zudem kamen politische Vertreterinnen und Vertreter aus den Städten und Regionen der Partneruniversitäten. Ihre Mitarbeit ist wichtig. Denn im Zuge der Gestaltung einer Europäischen Universität geht es auch um politische Fragen. Zum Beispiel müssen Gesetze geändert werden, um langfristig Europäische Abschlüsse zu schaffen. Außerdem können die Politikerinnen und Politiker dabei unterstützen, dass das Projekt in den jeweiligen Städten und Regionen verankert wird. Eine Idee wäre, dass zum Beispiel ein Student aus Madrid oder Belgien nicht nur an der Partneruni in Bremen studiert. Er soll sich auch in sozialen oder kulturellen Bereichen engagieren können, Praktika machen und dadurch die Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Wohnmöglichkeiten in Gastfamilien würden dies ebenfalls fördern und wären zudem kostengünstiger. Damit das klappt, sind die Menschen in der gesamten Stadt und Region gefragt, YUFE zu unterstützen.

Expertise der Studierenden gefragt

Eine der Studierenden der Uni Bremen, die sich für YUFE engagiert, ist die Mathematikstudentin Jessica Winter. Sie war schon bei mehreren Arbeitsreffen dabei. „Wir Studierende sind vollwertige Mitglieder in der Allianz und geben wichtige Impulse in allen Studienfragen.“ In sämtlichen Gremien und Arbeitsgruppen des YUFE-Netzwerks sind Studierende mit Stimmrecht vertreten, auch auf der Leitungsebene. Darüber hinaus gibt es ein Studierendenparlament, in dem aus jeder Partneruniversität drei Studierende vertreten sind.“ Jessica Winter ist eine von ihnen.

Ihr interessiert Euch für YUFE oder möchtet Euch in dem Projekt engagieren?

Mehr Informationen fndet ihr unter www.uni-bremen.de/yufe und www.yufe.eu

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