up2date. Das Onlinemagazin der Universtiät Bremen

Uni Bremen hat weltweites Netzwerk an Schulen

Das International Office und die Lehrerbildung werben an Schulen im Ausland für ein Studium an der Universität – mit Erfolg.

Praxiserfahrungen in einer Schule sammeln und dabei ein anderes Land kennenlernen. Diese Möglichkeiten haben Lehramtsstudierende der Universität Bremen. Denn das Zentrum für Lehrerinnen-/ Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZfLB) pflegt mit dem International Office (IO) ein weltweites Netzwerk an Schulen. Gleichzeitig werben sie in den internationalen Schulen für ein Studium an der Universität Bremen. Mit Erfolg – auch während der Pandemie.

Freitagmorgen, 10 Uhr: Die Schülerinnen und Schüler der Tønder Handelsskole in Dänemark sitzen vor ihren Bildschirmen. Det Blå Gymnasium – eine Handelsschule in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze – unterhält seit September 2020 eine Kooperation mit der Universität Bremen. Lehramtsstudierende können in Dänemark Praktika machen. Gleichzeitig vertreten sie als Botschafterinnen und Botschafter ihre Universität und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern Einblick in ein Studium in Deutschland und an der Universität Bremen.

Die Schülerinnen und Schüler im Zoom-Meeting wollten eigentlich mit ihren Lehrkräften nach Bremen reisen, um sich auf dem Campus über ein Studium zu informieren. Was wegen Corona zurzeit nicht geht, organisierte das Team vom internationalen Studierendenmarketing mit Studierenden digital. Mit einem Quiz und einer Präsentation zur Universität nahmen sie die Teilnehmenden virtuell mit auf den Uni-Campus in Bremen. Meike Rudert, Studentin am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, erzählte von ihrem eigenen Studium: dem breiten Fächerkanon, der Betreuung durch die Lehrenden, den Praktikumsmöglichkeiten, der Summer School und Auslandssemestern. Die Schülerinnen und Schüler in Dänemark stellten Fragen und erfuhren vom Uni-Team alles rund um die Vorbereitungsprogramme der Universität, die mehr als hundert Studiengänge und das Leben in Bremen und auf dem Campus. Das Interesse der Teilnehmenden war groß. Vielleicht studiert ja jemand aus der Runde in ein paar Jahren an der Uni Bremen, wer weiß.

Schulen und Botschaften aus Südamerika im Zoom-Meeting

Das Zoom-Meeting mit der dänischen Schule ist nur ein Beispiel, wie das internationale Studierendenmarketing der Universität Bremen in Zeiten von Corona läuft. Seit fast einem Jahr bietet das IO interaktive Zoom-Meetings für Studieninteressierte weltweit an. Mit Erfolg. „Das internationale Interesse an einem Studium an der Universität Bremen ist weiterhin groß“, sagt IO-Mitarbeiterin Katrin Dorow. „Wir haben pro Veranstaltung rund 50 Teilnehmende.“ Erst kürzlich gab es eine virtuelle Bildungsmesse mit mehreren Partnerschulen in Südamerika: Kolumbien, Bolivien, Venezuela und Ecuador waren mit dabei. Sogar die jeweiligen Botschafterinnen und Botschafter der Länder haben sich zugeschaltet. „Bei einem digitalen Meeting ist es natürlich viel leichter, alle zusammenzubringen“, so die IO-Mitarbeiterin. Regelmäßig macht das Uni-Team auch digitale Veranstaltungen in Asien. Katrin Dorow ist selbst überrascht, wie gut diese auch digital funktionieren. „Unser Bremer Team schafft es bei den virtuellen Treffen immer ganz toll, eine emotionale Verbundenheit zu schaffen.“

Das Bild zeigt die Nasarbayev Intellectual School für Mathematik und Physik in Almaty, Kasachstan, mit der die Universität Bremen eine Partnerschaft pflegt.
© Katrin Dorow / Universität Bremen

Schulpraktika während der Corona-Pandemie

Was im internationalen Studierendenmarketing digital gut funktioniert, ist natürlich zurzeit schwieriger für die Schulpraktika der Lehramtsstudierenden. „Wir hatten einige Studierende, die ihr Praktikum aufgrund der Corona-Pandemie bereits im Vorfeld absagen mussten“, sagt ZfLB-Mitarbeiterin Gesche Heidemann. Es gab aber auch erfolgreiche Praktika während der Corona-Pandemie. „Zum Beispiel hatte eine Studentin ein Schulpraktikum in Schweden, in dem sie Präsenz- und Fernunterricht gleichermaßen erlebt hat. Von den Bedingungen dort konnte sie bei der Digitalisierung sehr profitieren.“

Weltweit zwölf Partnerschulen

Aktuell umfasst das Netzwerk des ZfLB und des IO der Universität Bremen zwölf Partnerschulen im Ausland. Es sind Deutsche Auslandsschulen (DAS) und Schulen der landeseigenen Bildungssysteme. Darüber hinaus stehen ZfLB und IO mit weiteren Schulen in Kontakt. Bei Interesse an einem Praktikum an einer Kooperationsschule können Studierende sich im Rahmen der monatlich stattfindenden Gruppenberatung des ZfLB informieren und vernetzen. Eine Anmeldung ist über die Stud.IP-Studiengruppe „Schulpraktikum im Ausland“ möglich, die zudem aktuelle Informationen rund um Praktikumsangebote, Stipendien und Bewerbung anbietet.

Weitere Informationen:

Alles zum Schulpraktika International an der Uni Bremen

Webseite des International Office

zurück back


Auch interessant…

Universität Bremen