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Uni Bremen in „Low Poly“

Online-Spiel präsentiert den Campus zum runden Geburtstag

Den Campus in 3D erfahren: Das geht mit dem Spiel „Low Polyversität Bremen“, das Bremer Studierende gemeinsam konzipiert und programmiert haben.

Anlässlich des 50. Geburtstags der Universität Bremen haben Studierende der Informatik und Digitalen Medien ein Online-Spiel entwickelt, mit dem der Campus in einer 3D-LowPoly-Version entdeckt werden kann. „Low Poly“ ist ein Designstil, der auf Polygonnetzen in 3D-Computergrafiken basiert. Der Stil ist einigen vielleicht noch aus Videospielen der späten Neunzigerjahre bekannt. Wir sprachen mit dem Studenten Minh Due Vu über das Spiel.

Überall auf dem Campus finden sich versteckte Mini-Games. In diesem Spiel hüpft „Willy“ durch den Fallturm.
© Universität Bremen

Herr Vue, wie kam es dazu, dass Sie und Ihre Kommiliton:innen ausgerechnet den Uni-Campus in „Low Poly“ umgesetzt haben?

Die Entwicklung war Teil unseres Bachelorprojekts „50 Jahre Universität Bremen von Dr. Nina Wenig und Dmitry Alexandrovsky von der Arbeitsgruppe „Digitale Medien“ des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen. Wir sind ein Team von 17 Studierenden und haben uns die Frage gestellt: Was wissen wir eigentlich über die Uni und ihre Geschichte? Dazu kam die Idee, den Studierenden, die während der Pandemie ihr Studium begonnen haben, den Campus näher zu bringen. Schließlich haben sie während der Onlinesemester 2020 und 2021 ihre Uni kaum kennenlernen können. Daraus wurde letztendlich ein digitaler Rundgang über den Campus mit vielen kleinen Mini-Spielen. Begleitend dazu haben wir eine wissenschaftliche Arbeit verfasst.

Das Entwickler-Team des Spiels „Low Polyversität Bremen“.
© Minh Due Vu

Wie haben Sie das Projekt während des Onlinesemesters umgesetzt?

Es war auf jeden Fall ein gutes Training in Sachen Selbstorganisation. Da wir uns nie in Präsenz treffen konnten, fanden alle Meetings digital statt. Eine Anforderung des Projekts war es, dass jede Person einmal alle Teams durchläuft, also in die Bereiche Entwicklung, Marketing, Spieldesign, Rechte und so weiter eintaucht. Das war natürlich eine besondere Anforderung an die Teams, sich alle paar Wochen komplett neu zu finden. Aber es hat uns die Möglichkeit gegeben, das Projekt wirklich von allen Seiten kennen zu lernen und herauszufinden, was uns besonders gut liegt – oder eben auch nicht. Neben dem Projekt haben wir außerdem angefangen, Vorträge zur Geschichte der Universität, aber auch zu Spieldesign, Spielerfahrung zu belegen, die von verschiedenen Fachbereichen angeboten wurden. So konnten wir nicht nur teamübergreifend, sondern auch sehr interdisziplinär arbeiten.

Der „Cookie-Catcher“ im kleinen Hörsaal, auch bekannt als „Keksdose“.
© Universität Bremen

Was ist das Besondere an dem Design des Spiels?

Wir haben uns bewusst für ein Low-Poly-Design entschieden. Damit ließ sich der große Campus gut in vereinfachter Version darstellen. Wir haben versucht, alles möglichst maßstabgetreu zu modellieren. Dabei haben wir uns auf bereits bestehende 3D-Modelle der Universität und auf Informationen des Dienstes Google Maps gestützt.

Was erwartet den Spieler in „Low Polyversität Bremen“?

Ein informativer und spaßiger Rundgang über den Campus. Zunächst einmal trifft man die Figur „Willy“ – eine Schildkröte, die seit über 50 Jahren eine chronologische Sammlung über die Ereignisse an der Universität Bremen führt. Nach einer ersten Prüfung schickt Willy die Spielerin oder den Spieler auf die Reise. Jedes Minispiel, das man in dem Spiel findet, ist einem Jahrzehnt Uni-Geschichte zugeordnet. Aber zu viel möchte ich nicht verraten – am besten probiert man es einfach selbst aus.

Mehr Informationen

Der Link zum Online-Spiel „Low Polyversität Bremen“.

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