up2date. Das Onlinemagazin der Universtiät Bremen

Bedingungen, Grenzen und Chancen der globalen Solidarität

Der Forschungsverbund GlobaLab will sich mit drei Arbeitsfeldern befassen.

Forschung / Solidarität

Das „GlobaLab – Bremer Forschungsverbund zu Globaler Solidarität“ ist eines der Cluster mit denen sich die Universität Bremen auf die Exzellenzstrategie der Bundesregierung und der Länder bewirbt. In einer Kurz-Serie stellen wir das Vorhaben vor, im zweiten Teil geht es um die Forschungsbereiche.

Anders als etwa in den Lebenswissenschaften sind klassische Entdeckungen in den Sozialwissenschaften selten. Innovationen entstehen etwa durch die Entwicklung neuer Instrumente und Perspektiven auf bekannte Themen. Einen solchen neuen Weg geht das GlobaLab mit der Entwicklung einer Dateninfrastruktur, dem „Observatory on Global Solidarity“. Wo zeigt sich globale Solidarität derzeit, wo in der Vergangenheit? „Durch die systematische Datensammlung bisheriger Versuche globaler Solidarität wollen wir ein repräsentatives Bild gewinnen“, sagt Prof. Dr. Philipp Genschel, Sprecher des Clusters.

Die Bedingungen, Grenzen und Chancen der globalen Solidarität will der Cluster in drei Arbeitsfeldern untersuchen. Das erste befasst sich mit Debatten: Verschiedene Akteure verstehen ganz Unterschiedliches unter globaler Solidarität. Wann und wie entsteht ein Konsens darüber, was sie bedeutet und wer sie verdient? Welche Argumente tragen international, und welche bleiben regional begrenzt?

Das zweite Forschungsfeld beschäftigt sich mit dem politischen Handeln. Wer unterstützt globale Solidarität und warum? Wer bekämpft sie? Wann und wie bilden sich Koalitionen heraus und gewinnen an Einfluss? Im dritten Arbeitsgebiet schließlich geht es um die Institutionalisierung globaler Solidarität. Wie müssen Institutionen beschaffen sein, die nicht nur etwas beschließen, sondern auch umsetzen? Wann scheitern Institutionen oder bleiben folgenlos?

Die Inhalte des neu zu schaffende Daten-Observatoriums zu Trends und Mustern globaler Solidarität soll übrigens allgemein verfügbar sein. „Wir hoffen, dass es dazu beiträgt neue Perspektiven zu entwickeln und das Forschungsfeld zu etablieren. Frage der Solidarität tauchen in ganz vielen Kontexten auf“, meint Genschel.

Weitere Information:

Webseite GlobaLab

zurück back


Auch interessant…

Universität Bremen