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Paulina, wie sieht dein Studienalltag aus?

Paulina studiert Physik an der Universität Bremen und gibt uns einen Einblicke in ihren Alltag

Lehre & Studium / Studienstart

Bis auf freitags habe ich jeden Tag Veranstaltungen an der Uni, darunter sowohl Vorlesungen als auch Seminare. Dazu kommen Zeiten für Literaturrecherche sowie Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen. Das bedeutet, man muss nicht nur Zeit an der Uni einplanen, sondern auch fürs Texte lesen oder für Treffen wegen einer Gruppenarbeit. Dabei sollte man sich bewusst sein, dass der Arbeitsaufwand sehr unterschiedlich sein kann – je nach Zeit im Semester und Studiengang. Manche haben Prüfungen und Abgaben im Semester, andere schreiben viele Klausuren in der vorlesungsfreien Zeit. Deshalb ist es wichtig, sein eigenes Tempo zu finden und gutes Zeitmanagement zu üben.

Welchen Tipp kannst du für das Organisieren des Studienalltags geben?

Bei Gruppenarbeiten kann ich empfehlen, die Treffen vor oder nach dem Seminar zu organisieren, für das man zusammenarbeitet. Dabei kann man sich zum Beispiel in der Bibliothek oder den Lernräumen der Uni verabreden. Auch zum Alleinlernen hat mir das geholfen, da ich mich an der Uni immer besser konzentrieren kann als zu Hause. Trotzdem kann man auch dort Abwechslung reinbringen, indem man zwischendurch in die Mensa geht oder sich auf die Uniwiese setzt. Es ist immer gut, produktiv zu sein, aber es ist auch wichtig, sozial zu interagieren und eine Balance zwischen Lernen und Freizeit zu finden.

Ein weiterer Tipp wäre auch, sich zu trauen, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Bei mir im Studiengang gibt es verschiedene Lernformen, seien es Referate, Audiobücher oder Filme, mit denen man sich selber gut ausprobieren kann. So geht neben dem relativ ernsten wissenschaftlichen Arbeiten der andere Aspekt nicht verloren.

Was gefällt dir denn am meisten am Studieren?

Ich mag die Freiheit, mir meinen eigenen Stundenplan zusammenstellen zu können. So kann man nach den eigenen Interessen studieren. Die Freiheit kann man auch auf die vorlesungsfreie Zeit beziehen: Hausarbeiten kann man natürlich von überall auf der Welt schreiben. Ich glaube, man hat nie wieder so viel Zeit, flexibel zu verreisen, wie im Studium.

Daraus entstehen aber bestimmt auch Herausforderungen, oder?

Jedes Semester steht man vor der Herausforderung, einen guten Übergang von der Vorlesungszeit in die Semesterferien hinzukriegen. Man muss von einem straff organisierten Alltag zu einem Modus des eigenständigen, selbständigen Arbeitens wechseln. Diese Umstellung erfordert Disziplin und eine gut durchdachte Organisation. Da kommt man aber mit der Zeit rein!

Wie hast du das für dich gelöst?

Der Austausch mit anderen, denen es ähnlich geht wie dir, ist immer gut. Man kann sich verabreden, um gemeinsam zu schreiben oder zu lernen. Ich habe mich mit Freund:innen, die auch studieren, zu einer festen Uhrzeit in einem Café getroffen und mir so eine eigene Routine aufgebaut. Wenn man nach den Lerntreffen noch etwas Schönes gemeinsam unternimmt, ist die Motivation dann umso größer.

Was gefällt dir besonders gut an der Uni Bremen?

Die Uni ist klein genug, um immer wieder die gleichen Leute zu treffen und einen Bezug zu seinem Studiengang aufzubauen. Ich kenne eigentlich alle Dozierenden aus meinem Institut. Die geben sich richtig Mühe, sei es auf die Mails zu antworten oder alles vorzubereiten. Außerdem mag ich den Aufbau als Campus-Uni, wo man alle wichtigen Gebäude wie die Bibliothek oder die Mensa fußläufig erreichen kann. Die Uni ist zwar ein bisschen außerhalb, dafür ist man aber in direkter Nähe zum Uni-See, dem Bürgerpark und dem Universum.

Ersti-Magazin

Dieser Text ist in der Ausgabe 2025/26 des Ersti-Magazins erschienen. Als Erstsemester bekommst du da hilfreiche Tipps für den Studienstart und das laufende Semester. Erfahre direkt von Studierenden der Uni Bremen, wo sie gerne auf dem Campus lernen, wie ihr Studienalltag aussieht und wo sie sich engagieren. Das aktuelle Ersti-Magazin ist als Printausgabe auf dem Campus zu finden und online als PDF abrufbar. (Download PDF, 3,79 MB)

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